Die Blindschleiche

Die Westliche Blindschleiche (Anguis fragilis) gehört zu den Eidechsen. Sie ist eine der häufigsten Reptilienarten Westeuropas. Der Name Blindschleiche hat dabei nichts mit mangelnder Sehfähigkeit zu tun, sondern leitet sich vom Althochdeutschen «plintslicho» ab, was in etwa «blendender Schleicher» bedeutet und auf die glatte Schuppenhaut hinweist. Sie wird bis ca. 40 cm lang, hat einen kreisrunden Querschnitt und ist silbrig bis graubraun. In der Jugend haben Blindschleichen zusätzlich einen dunklen «Aalstrich» auf dem Rücken. Die Extremitäten fehlen vollständig. Weitere Informationen finden sie hier: karch.ch

Blindschleichen ernähren sich mit Vorliebe von Nacktschnecken, Raupen und Regenwürmern weichen aber auch auf weitere Kleinlebewesen aus. Auch in ihrer Lebensraumwahl ist die Blindschleiche nicht sehr wählerisch und kommt nebst Gärten an vielfältigen Orten wie Mooren, Waldrändern, Hecken, Wiesen aber auch Bahnarealen oder Kiesgruben vor. Wichtig ist dabei ein Wechselspiel aus dichter und lückiger Krautschicht und ausreichend Möglichkeiten, sich vor Fressfeinden wie z.B. der Hauskatze oder dem Rotmilan zu verstecken.

Auf Grund ihrer Lebensweise wurde die Blindschleiche für das Projekt «Naturfinder Walisellen» ausgewählt. Sie dient als Indikator für vielseitigen, strukturierten und gut vernetzten Lebensraum, der auch vielen anderen Kleintieren eine Heimat bietet.

Was kann ich für die Blindschleiche tun?

Lebensraum schaffen:
Insbesondere in intensiv genutzter Umgebung sind z.B. Ast- und Steinhaufen, Trockensteinmauern oder auch ungenutzte Bretter, sowie offene Kompost- und Schnittguthaufen hervorragend geeignete Lebensräume. Allgemein ist auf Vielseitigkeit des Gartens zu achten, wo die Blindschleiche Raum zum Rückzug, zum Sonnenbad und zur Nahrungssuche findet. Wichtig ist es, stets eine dichte Krautschicht zu ihrer Deckung zu erhalten.

Lebensräume vernetzen:
Für Blindschleichen ist es wichtig, sich im Schutz einer dichten Krautschicht fortbewegen zu können. Im Privatgarten eignen sich hierzu selten und nicht zu tief gemähte Blumenwiesen oder auch Wildhecken.

Ernährung:
Zu einem grossen Teil ernähren sich Blindschleichen von Schnecken. Schützen sie ihre Beete mechanisch und verzichten sie unbedingt auf Gift bei der Schneckenbekämpfung, da dies auch die Blindschleichen vergiften kann. Auch sonst ist auf den Einsatz von Pestiziden zu verzichten, um Vergiftungen zu verhindern. Weiter gilt auch für die Blindschleiche, dass je vielfältiger der Garten, desto grösser das Nahrungsangebot.

Sichtung Wallisellen

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