Der Grünspecht

Der Grünspecht (Picus viridis) zeichnet sich durch die rote Haube, den grünen Rücken mit der hellen Unterseite, eine schwarze Maske in der Gesichtspartie sowie einem grüngelben Bürzel aus. Er wird bis zu 30 cm lang und kann eine Spannweite von einem halben Meter erreichen. Im Flug ist er gut an der wellenförmigen Flugbahn zu erkennen. Einen ausführlichen Steckbrief finden sie hier: vogelwarte.ch

Den Grünspecht ernährt sich hauptsächlich von Ameisen, die er mit seiner bis 10 cm langen, klebrigen Zunge am Boden sucht. Er frisst dabei bis zu 2’000 Ameisen pro Tag. Im Gegensatz zu anderen Spechtarten hackt er bei der Nahrungssuche weniger an Bäumen herum, sondern sammelt seine Nahrung am Boden. Im Winter graben Grünspechte sogar Tunnel durch den Schnee, um an Ameisenhaufen zu gelangen. Für seine Nahrungssuche fliegt er dabei sehr konsequent die gleichen Routen ab.

Man trifft ihn üblicherweise im Waldrandbereich oder in strukturreichen, halboffenen Landschaften mit Elementen wie zum Beispiel Baumhecken oder Streuobstwiesen. Auch in Siedlungsgebieten mit alten Bäumen und Wiesenflächen fühlt er sich wohl. Für seine Brut ist der Grünspecht auf Baumhöhlen angewiesen. Meist verwenden sie dabei verlassenen Bruthöhlen anderer Spechtarten, hacken aber auch mal selbst eine Höhle in faule Stammbereiche. Die Baumartenwahl ist dabei sehr vielfältig.

Für das Projekt «Naturfinder Wallisellen» wurde der Grünspecht gewählt, da er ein guter Indikator für das Angebot an Altholz ist. Dieses und insbesondere verlassene Höhlen dienen unzähligen Arten als Lebensraum. Generell sind die halboffenen, strukturreichen Lebensräume und die extensiv genutzten Wiesen, die der Grünspecht bewohnt ein wichtiges Habitat für viele weiter Arten.

Was kann ich für den Grünspecht tun?

Lebensraumerhaltung:
Für seine Brut benötigt der Grünspecht alte Bäume. Somit ist das gezielte Stehenlassen und Fördern von Obstgärten und markanten Einzelbäumen entscheidend, wobei der Grünspecht nicht sehr wählerisch ist, aber besonders Weiden, Pappeln und Obstbäume schätzt.

Nahrungsangebot fördern:
Ebenso wichtig ist der Verzicht auf Spritzmittel zum Pflanzenschutz, da diese seine Nahrungsquelle, die Ameise abtöten. Generell sollte auf das Entfernen von Ameisennestern verzichtet bzw. diese sogar gefördert werden. Die Ameisen sucht der Grünspecht vor allem am Boden an vegetationsarmen Stellen, also in wenig genutzten Wiesen oder lichten Hecken. Generell bietet ein diverser Garten mit u.a. Totholzelementen den Ameisen einen hervorragenden Lebensraum und somit dem Grünspecht einen idealen Ort für die Nahrungssuche. Auch das Fördern von Extensivwiesen für die Nahrungssuche ist hilfreich.

Sichtung Wallisellen

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