Der Schwalbenschwanz

Der Schwalbenschwanz (Papilio machaon) ist einer der grössten Tagfalter der Schweiz und erreicht eine Flügelspannweite von bis zu 7.5 cm. Die vorderen, grösseren Flügel sind schwarz und gelb gemustert. Ebenso die kleineren Hinterflügel, die aber zusätzlich eine blaue «Binde» und einen roten «Augenfleck» aufweisen. An den Hinterflügel stehen auch die charakteristischen, mehrheitlich schwarzen Schwänzchen ab. Die Raupen, auch als «Rüebliraupen» bekannt, werden ca. 45 mm lang und sind anfangs schwarz mit orangen Punkten, im ausgewachsenen Zustand dann grün gefärbt mit schwarzen Querstreifen und gelben bis orangeroten Punkten. Pro Jahr bilden sich zwei Generationen aus, die von April bis Ende August fliegen.

Der Schwalbenschwanz lebt in sonnigem und offenem Gelände wie zum Beispiel Trockenrasen. Dabei bevorzugt er freistehende, leicht anzufliegende Futterpflanzen. Insbesondere sind dies Karotten, Fenchel und Dill. Seine Eier legt der Schwalbenschwanz knapp über dem Boden an die Blätter der Futterpflanzen. Die Raupen bevorzugen ebenfalls Doldengewächse aber finden sich auch auf anderen Pflanzen mit gleichen chemischen Inhaltsstoffen.

Der Schwalbenschwanz wurde für das Projekt «Naturfinder Wallisellen» gewählt, da sein Vorkommen auf ein reiches Nahrungsangebot auch für viele andere Insekten im Siedlungsraum hinweist.

Was kann ich für den Schwalbenschwanz tun?

Giftfreier Lebensraum:
Verzichten Sie unbedingt auf den Einsatz jeglicher Spritzmittel (insbesondere Insektizide) in ihrem Garten. Diese töten die Tiere in hohen Dosen direkt, können aber bereits in geringen Mengen die Fortpflanzung und das Wachstum behindern.

Vernetzung der Lebensräume:
Schwalbenschwänze bevorzugen freistehende Doldengewächse. So können Sie bereits mit ein oder zwei Karotten-Pflanzen auf dem Balkon oder im Beet ein Nahrungsangebot und somit einen Trittstein für die Fortbewegung des Schwalbenschwanzes schaffen.

Nahrungsangebot:
Damit der Schwalbenschwanz auch als Erwachsener Falter stets Nahrung (Nektar) findet, ist es wichtig, nicht alle Wiesenflächen gleichzeitig zu mähen, sondern möglichst gestaffelt vorzugehen. Im Garten kann dies auch sehr kleinflächig passieren.

Sichtung Wallisellen

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