Der Wiesensalbei

Der Wiesensalbei (Salvia pratensis) gehört zu den Lippenblütlern. Er wird bis zu 60 cm gross und hat einen aufrechten, vierkantigen Stängel. Die Blätter sind grundständig; also am Boden zu finden. Die Blüten sind violett-blau. Die Blüten bestehen aus einer hohen, schmalen «Oberlippe» und einer breiteren, kurzen «Unterlippe» auf der sich die Hummeln bei der Nahrungssuche und Bestäubung niederlassen können. Weitere Informationen finden Sie hier: infoflora.ch

Der Wiesensalbei kommt vor allem in selten geschnittenen, ungedüngten Trockenwiesen (Magerwiesen) aber auch an Feldrainen, Feldwegen oder Brachflächen vor. Er bevorzugt also eher trockene, neutrale und nährstoffarme Standorte mit viel Licht.

Weshalb der Wiesensalbei?

Der Wiesensalbei findet sich auf einer Vielzahl verschiedener Blumenstandorte. Für das Projekt «Naturfinder Wallisellen» dient der Wiesensalbei als Indikator für eine vielfältiges Nahrungsangebot für die Insektenwelt in Form von artenreichen Blumenstandorten.

Die jungen Blätter eignen sich zum Verzehr, sind dabei aber weniger intensiv im Geschmack als die des Küchensalbeis. Die ätherischen Öle weisen ebenfalls ähnliche Wirkungen auf wie die des Küchensalbeis.

Was kann ich für den Wiesensalbei tun?

Lebensraum schaffen:
Der Wiesensalbei gedeiht in extensiv genutzten Wiesen. Dies sind Wiesen, die nicht gedüngt und nur zweimal pro Jahr ab Mitte Juni gemäht werden. Mit der Neu-Anlage von Blumenwiesen, die auch kleinflächig sein können, kann der Wiesen-Salbei in jedem Garten angesiedelt werden. Informationen zur Ansaat von Blumenwiesen im Garten finden Sie hier: ufasamen.ch. Der Wiesensalbei benötigt einen trockenen, sonnigen Standort. Staunasse Böden sind weniger geeignet; allenfalls kann der Boden mit Sand angereichert werden, um das Substrat zu verbessern.

Lebensraum erhalten:
Blumenwiesen mit und ohne Wiesensalbei sollten nicht gedüngt und nur zweimal jährlich gemäht werden. Mit dem ersten Schnitt muss dabei auf das Verblühen der Pflanzen gewartet werden (in der Regel bis Mitte Juni), da die Samen erst dann reif sind. Nach dem Schnitt soll das Schnittgut einige Tage liegengelassen und allenfalls gewendet werden, so dass die Samen ausreifen und zu Boden fallen können.

Sichtung Wallisellen

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